Workshop für die Systemkameras in Bonn:
z.B. Lumix S5II, S1II, S1H, S9
Sony A7S, FX3,
Canon R6II, R5II
Nikon ZR, R8, R9


Welche Kamera ist für mich eigentlich die Besten zum Filmen?! Sony, Canon, Nikon oder Panasonic Lumix?

In meinen Workshops ist das die wohl am häufigsten gestellte Frage. Tatsächlich ist der Markt riesig, aber die gute Nachricht ist: Die Video-Fähigkeiten von Systemkameras im Bereich zwischen 1.500 und 3.000 Euro sind mittlerweile atemberaubend gut. Ich persönlich arbeite aus Überzeugung mit Lumix-Kameras, da sie extrem viele professionelle Film-Features integrieren und ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Du hast noch keine eigene Kamera? Kein Problem! Während des Workshops kannst du dir unkompliziert eine Lumix S5II oder S5 von mir leihen und direkt in die Praxis starten. Wenn du Lust hast, das Maximale aus moderner Technik herauszuholen und echte 'Cinematic Images' zu erschaffen, freue ich mich, dich bei meinem nächsten Workshop begrüßen zu dürfen. Bei Fragen zur Technik oder den Terminen: Ruf mich einfach an!

Panasonic Lumix S5II Phase Detect AF Waveform Test
Technische Analyse: Lumix S5II

Die Lumix S5II ist die Kamera, die Panasonic in einem neuer Ära geführt hat. Sie markiert den Wechsel zum Phase Hybrid Autofokus. Technisch gesehen ist der Sensor nicht "stacked", was bedeutet, wir haben einen Rolling Shutter von ca. 21ms in 4K Full Frame.

Du kannst in 6K Open Gate unbegrenzt aufnehmen, ohne dass die Kamera überhitzt. Das ist in dieser kompakten Klasse ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Canon oder Sony.

Specs & Messwerte
  • Sensor: 24 MP CMOS (Dual Native ISO)
  • Stabilisierung: Active I.S. (Klassenbester IBIS)
  • Readout: ~21ms (Full Frame), ~14ms (APS-C)
  • Dynamik: 13+ Stops in V-Log (SNR=1)
  • Preis: ca. 1.599 €
  • Tech Specs (Features)
  • Workflow (Solution)
  • Result (Fazit)
  • Open Gate: Nutzt den vollen 3:2 Sensor. Perfekt für Reframing in 9:16 für Social Media.
  • Real Time LUT: LUTs können direkt in die Datei eingebrannt werden. Spart Color-Grading-Zeit.
  • Waveform: Professionelle Belichtungstools (kein bloßes Histogramm).

Die Lösung für Content Creator, die maximale Features pro Euro suchen. Wer mit dem APS-C Crop bei 60fps leben kann, findet derzeit nichts Besseres für das Geld.

Solide Workhorse-Kamera. Die Farben (V-Log) sind industriestandard-konform. Der Autofokus ist endlich konkurrenzfähig, wenn auch minimal langsamer als bei Sony.


Panasonic Lumix S1 II High Res Sensor
Technische Analyse: Lumix S1 II

Die lang erwartete Lumix S1 II bringt die S-Serie auf den neuesten Stand. Im Gegensatz zur S5II bekommen wir hier einen neuen Sensor mit schnellerer Auslesung und besserer Low-Light-Performance.

Der Phasen-Autofokus der zweiten Generation greift hier noch präziser. Vor allen Dingen bietet höhe Aufösungen und eine interne ProRes-RAW-Aufzeichnung.

Specs & Messwerte
  • Sensor: 33+ MP Stacked BSI
  • Recording: 8K Ready, interne ProRes Aufnahme
  • EVF: 9.44M Dot (Extrem hochauflösend)
  • Anschlüsse: Full HDMI, TC In/Out via Adapter
  • Preis: ca. 2.999 €
  • Tech Specs (Features)
  • Workflow (Solution)
  • Result (Fazit)
  • IBIS: Nochmals verbessert für Handheld-Static Shots.
  • Phase Detect AF: Nun auch bei hohen Framerates zuverlässig.
  • Build Quality: Panzer-ähnlich. Wetterfest für extreme Bedingungen.

Die Lösung für Hybrid-Profis, die nicht zwischen Foto- und Videoqualität wählen wollen. Wer die Ergonomie eines großen Bodys mag, wird die S1 II lieben.

Ein würdiger Nachfolger. Weniger Rolling Shutter als die S5II und bessere Auflösung für Fotografen.


Nikon Z8 ZR Internal RAW N-Log
Technische Analyse: Nikon ZR (Z8)

Die Nikon Z8 (oft als Z-Revolution "ZR" bezeichnet) ist ein technologisches Monster. Sie verzichtet komplett auf einen mechanischen Verschluss. Der Stacked Sensor liest so schnell aus (< 4ms), dass Rolling Shutter kein Thema mehr ist.

Das Killer-Feature: Internes N-RAW bis 8K 60p.

Specs & Messwerte
  • Sensor: 45.7 MP Stacked CMOS
  • Codecs: N-RAW (12-Bit), ProRes RAW, H.265
  • Dynamik: Exzellent, ISO 800 Base ISO (N-Log)
  • Preis: ca. 3.799 €
  • Tech Specs (Features)
  • Workflow (Solution)
  • Result (Fazit)
  • Internal RAW: Ein massiver Vorteil im Workflow.
  • 4-Achsen Display: Robust, aber kein echter "Vlogger-Flip-Screen".
  • Nicht so sauberes Codieren in H.265 / H.264.

Die Lösung für High-End Produktionen. Wer 8K Masterfiles oder echtes RAW benötigt, kommt an der Nikon Z8 nicht vorbei.

Das Bild ist extrem "crisp". N-Log erfordert etwas Übung im Grading. Der Stromverbrauch ist hoch, aber die Leistung rechtfertigt es.


Canon EOS R6 Mark III 4K60 Overheating Test
Technische Analyse: Canon R6 III

Die Canon R6 Mark III ist die Evolution, die wir brauchten. Der größte Kritikpunkt der Vorgänger – Überhitzung und Crop bei 4K60 – wurde adressiert. Wir erhalten nun 4K 60fps Oversampled ohne Crop mit deutlich besserem Hitzemanagement.

Der Dual Pixel CMOS AF II bleibt der Goldstandard für Gesichtsverfolgung. Er klebt einfach am Motiv. Leider setzt Canon weiterhin auf den fragilen Micro-HDMI Port.

Specs & Messwerte
  • Sensor: 32,5 CMOS
  • Log: C-Log 3 (Intern 10-Bit 4:2:2)
  • AF: Dual Pixel AF II (People/Vehicle/Animal)
  • Anschluss: HDMI
  • Preis: ca. 2.699 €
  • Tech Specs (Features)
  • Workflow (Solution)
  • Result (Fazit)
  • C-Log 3: Sehr einfach zu graden, behält die typischen Canon Skin-Tones.
  • False Color: Endlich auch in der R6-Serie verfügbar für korrekte Belichtung.

Die Lösung für Hochzeitsfilmer und Run-and-Gun. Wenn du dich auf Autofokus und Farben verlassen musst, ist Canon ungeschlagen.

Ein solides Arbeitstier. Technisch nicht so aufregend wie Nikon, aber in der Praxis extrem zuverlässig.


Sony FX3 Cinema Line XLR Handle Cooling Fan
Technische Analyse: Sony FX3

Die Sony FX3 ist technisch gesehen eine A7S III in einem anderen Gehäuse. Sensor und Bildprozessor sind identisch. Der entscheidende Unterschied liegt im Thermal Management und Audio. Die FX3 besitzt einen integrierten Lüfter, der auch in Wüstenumgebungen unbegrenzte 4K60p Aufnahme garantiert.

Sie verzichtet auf den Sucher (EVF), liefert dafür aber einen Top-Handle mit vollwertigen XLR-Eingängen direkt mit. Das macht sie "Out of the Box" drehfertig ohne Cage.

Specs & Messwerte
  • Sensor: 12.1 MP BSI CMOS (Cinema Line)
  • Audio: XLR-Griff inklusive (4-Kanal 24-Bit)
  • Kühlung: Aktiver Lüfter (Kein Überhitzen)
  • Mounting: 1/4" Gewinde im Body (Cage-Free)
  • Preis: ca. 3.999 €
  • Tech Specs (Features)
  • Workflow (Solution)
  • Result (Fazit)
  • XLR Audio: Kein externer Recorder nötig. Professioneller Ton direkt in die Kamera.
  • Tally Lights: Große rote Lampen vorne/hinten/oben zeigen an, ob die Aufnahme läuft.
  • Zoom-Wippe: Dedizierter Zoom-Regler am Auslöser (perfekt für PZ-Objektive).

Die Lösung für Solo-Shooter und Dokus, die kein Rig aufbauen wollen. Audio-Griff drauf, Akku rein, fertig.

Gleiche Bildqualität wie die A7S III, aber ergonomisch zu 100% auf Video ausgelegt. Wer auf den Sucher verzichten kann, nimmt die FX3.



Sony A7 V AI Autofocus Chip
Technische Analyse: Sony A7 V

Die Sony A7 V hebt den Standard für Allrounder an. Das Kern-Feature hier ist der dedizierte AI-Processing-Unit Chip. Der Autofokus erkennt nicht nur Augen, sondern Skelett-Strukturen, Insekten, Flugzeuge und Autos mit einer Präzision, die manuelles Fokusziehen alt aussehen lässt.

Mit dem neuen 33+ MP Sensor wurde auch das Rolling-Shutter-Verhalten gegenüber der A7 IV verbessert. Zudem bietet sie nun Focus Breathing Compensation für fast alle Sony-Objektive.

Specs & Messwerte
  • Sensor: 33 MP BSI CMOS
  • AF: AI-basiertes Real-time Tracking
  • Display: 4-Achsen Multi-Angle (Klappen + Schwenken)
  • Stabilisierung: Active Mode + Dynamic Active
  • Preis: ca. 3.099 €
  • Tech Specs (Features)
  • Workflow (Solution)
  • Result (Fazit)
  • Focus Breathing Compensation: Rechnet digital das "Atmen" von Linsen raus. Sehr nützlich.
  • Auto Framing: Kann mittels KI den Bildausschnitt dynamisch croppen (für Interviews).
  • S-Cinetone: Schöne Farben direkt aus der Kamera, ohne Log-Grading.

Die Lösung für One-Man-Bands. Der KI-Autofokus nimmt dir die Arbeit des Schärfeziehers komplett ab. Hervorzuheben ist auch die gute Battererielaufzeit. Wenn mein kein internes RAW-Video benötigt und auch Fotos machen möchte eine gute Wahl.

Ein guter Allrounder ohne direkte RAW-Aufzeichnung. Nicht ganz so lichtstark wie die A7S III, aber intelligenter in der Bedienung.


iPhone 17 Pro Apple Log USB-C Recording
Technische Analyse: iPhone 17 Pro

Kein Witz. Das iPhone Pro ist dank Apple Log und USB-C Recording zu einem ernstzunehmenden Tool geworden. Die Datenrate bei ProRes 422 HQ ist höher als bei den meisten Kameras auf dieser Liste.

Der Sensor ist winzig, aber die "Computational Photography" und das Noise Reduction (welches man in Apps wie Blackmagic Camera App deaktivieren kann) machen es brauchbar für B-Roll oder Crash-Cams.

Specs & Messwerte
  • Format: ProRes 422 HQ (Log)
  • Speicher: Direkt auf externe SSD via USB-C
  • App: Blackmagic Cam App (Wichtig für maximale Qualität!)
  • Stabilisierung: Action Mode (Digitaler Crop)
  • Preis: ca. 1.400 €
  • Tech Specs (Features)
  • Workflow (Solution)
  • Result (Fazit)
  • Apple Log: Ein echtes Log-Profil, das sich optimal mit anderen Kameas matchen lässt.
  • SSD Recording: Umgeht das interne Speicherlimit. Erlaubt stundenlange ProRes Aufnahme.

Die Lösung für Location Scouting und "Impossible Shots". Wo keine große Kamera hinpasst, klebst du das iPhone hin.

Bei Tageslicht recht gut. Bei Kunstlicht und Low-Light merkt man den kleinen Sensor sofort (Rauschen). Für Social-Media Videos sehr gute geeignet.